| Robinie |
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Handelsnamen:
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Robine, Falsche Akazie (Deutschland)
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Robinia, False acacia (Großbritanien)
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| Robinier, Faux Acacia (Frankreich) |
| Black locust (USA) |
| Robina, Cascia, Gaggia (Italien) |
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| Botanische Bezeichnung: |
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Robinia pseudoacacia L.
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| Robinia fragilis Salisb. |
| Pseudacacia odorata Moench |
| (Familie: Leguminosae Papilionatae). |
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| Herkunftsnamen: |
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Salkim cicegli ag, Yalan sant ag (Türkei); Akaszfa, Koronafa (Ungarn); Bagrem (Serbien); Salcam (Rumänien); Akat (Slowakei); Shagaret el garad (Arabien); Bastard acacia (USA)-
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Vorkommen:
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Die Heimat der Robinie ist der südöstliche Teil der USA. Inzwischen ist dieser Baum aber in fast allen Erdteilen kultiviert und eingebürgert. Nach Europa kam er erstmals 1630 durch Robin und wurde in Frankreich angepflanzt. In Deutschland ist er seit 1763 kultiviert. Heute gehört die Robinie zu einer wichtigen Holzart. Speziell in Südosteuropa, z.B. Ungarn, kommt die Robinie in grossen Beständen vor. – In Deutschland wird die Robinie meist irrig als „Akazie“ bezeichnet.
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| Charakter: |
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Ein raschwüchsiger Baum, der Höhen bis etwa 30 Meter und Durchmesser bis über 100 cm erreicht, in Europa allerdings mit geringen Dimensionen. Er hat ein sehr starkes Ausschlagvermögen, ist selten geradwüchsig und meist unrund. Die Rinde ist dünn und bildet bereits früh eine tiefe, netzartig aufreißende Borke von graubrauner Färbung. Splint und Kernholz sind nicht scharf getrennt. Der Splint ist sehr schmal und gelblich, währen das Kernholz im frischen Zustand grüngelblich und matt glänzend ist, schon bald auf einen goldbraunen Ton nachdunkelnd, durch scharf begrenzte Jahresringe und eine deutliche Flader- und Streifenzeichnung sehr dekorativ wirkend. Es hat keinen besonderen Geruch oder Geschmack. Alte Bäume haben oft ein schlechtes Herz. Das Holz ist gewöhnlich geradwüchsig, die Textur mittelfein, mit einem starken Kontrast zwischen dem porösen Früh- und dem dichten Spätholz. Die Trocknung vollzieht sich langsam mit einer merklichen Tendenz zum Werfen. Robinie muss daher nach dem Einschnitt sehr sorgfältig und luftig gestapelt werden. Das Holz schwindet wenig, ist witterungsfest und auch bei Verwendung im Wasser sehr dauerhaft. Es lässt sich nur schwer imprägnieren. Robinie ist sehr biegsam, sehr elastisch und sehr fest. In seiner mechanischen Eigenschaft entspricht es im wesentlichen der Eiche, ist dieser sogar in vieler Hinsicht noch überlegen. Es lässt sich zwar schwer, aber gut spalten. Trotz seiner Härte ist die Verarbeitung dieses Holzes ohne Schwierigkeiten mit allen Werkzeugen gut durchführbar. Besonders gut zu drechseln und zu schnitzen. Gehobelte Flächen ergeben eine hornige Oberfläche, die sich sehr gut polieren lässt. Auch jede andere Oberflächenbehandlung ist gut möglich. Verbindung mit Leim, Schrauben und Nägel sind leicht herstellbar und sehr haltbar. – Gewicht des frischen Rundholzes 930 kg/cbm, des luftgetrockneten Schnittholzes ca. 720 kg/cbm, spezifisches Gewicht 0,70 bei 15% Feuchtigkeitsgehalt.
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| Verwendung: |
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Für alle Innen- und Außenzwecke geeignet, in seiner Verwendbarkeit aber gewissermaßen durch relativ kleine Dimensionen beschränkt. Es wird bevorzugt für Maste, Zaunpfähle, Weinberg- und Rebpfähle, Hebebäume, Stiele, Fahrzeugbau, Radnaben und Felgen, in der Drechslerei, im Bergbau, zu Erdarbeiten, Schuhnägel, Leitersprossen etc. verwandt. Es lässt sich auch messern und ergibt schöne gestreifte Furniere; allerdings sind nur wenige Bäume für diesen Zweck geeignet.
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| Handel: |
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Anfallendes Holz wird lokal genutzt. Vor dem Kriege wurden Robinien als Schnittholz und auch schwaches Rundholz für Grubenholz und Weinbergpfähle aus Ungarn importiert. Zur Zeit sind Importe in dieser Holzart nicht zu verzeichnen.
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